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In der vergangenen Woche, am 30. Juli, ist im Grünen Zoo auf den Füßen von Königspinguin „Stefan“ das erste Küken der diesjährigen Brutsaison geschlüpft, die Mutter des Kleinen ist das Weibchen „Pina“.
Königspinguine bauen kein Nest zum Brüten, sondern tragen ihr einzelnes Ei auf den Füßen und bedecken es mit einer Bauchfalte – dabei wechseln sich Männchen und Weibchen bei der Brut und auch bei der Aufzucht des Jungtiers ab. Genau wie vorher das Ei, bleibt auch das geschlüpfte Küken in den ersten Wochen unter der wärmenden Bauchfalte der Eltern. Deshalb ist der kleine Pinguin für die Zoogäste im Moment auch nur mit viel Glück zu entdecken: nämlich immer nur dann, wenn Vater „Stefan“ seine Bauchfalte anhebt und damit den Blick auf das dunkelgraue Küken freigibt. Gefüttert wird das Küken mit vorverdautem Fisch, den die Elterntiere als Brei hochwürgen.
Der Grüne Zoo bittet um Verständnis, dass die Sicht auf die Pinguine momentan eingeschränkt sein kann: Um die Brut und Aufzucht nicht zu stören, werden die Scheiben derzeit nicht gereinigt und können daher leicht verschmutzt sein.
Der aktuellen Zuchterfolg stellt einen wichtigen Beitrag zum EAZA Ex-situ Programm (EEP) der Königspinguine dar, an dem sich der Grüne Zoo Wuppertal beteiligt. Zwar gelten Königspinguine laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN derzeit noch als „nicht gefährdet“, doch die fortschreitende Erderwärmung bringt sie zunehmend in Gefahr.
Der Grüne Zoo unterstützt mit Hilfe des Zoo-Vereins den Antartic Research Trust (ART), der sich über Forschungs- und Naturschutzprojekte für den Schutz der Pinguine und ihren Lebensraum einsetzt. Mit dem Nachwuchs von letzter Woche zählt die Königspinguinkolonie in Wuppertal nun insgesamt 18 Tiere. Das im September 2023 im Grünen Zoo geschlüpfte Männchen „Pütz“, das nach Pinguinforscher und ART-Mitbegründer Klemens Pütz benannt wurde, ist bereits Ende Juni in den Zoo Sosto in Ungarn umgezogen.
