Die Stadt Wuppertal plant die Einführung eines Jugendbudgets, das jungen Menschen künftig mehr Mitbestimmung in kommunalen Entscheidungsprozessen ermöglichen soll. Grundlage für das Vorhaben ist ein Ratsbeschluss aus dem Dezember 2024. Derzeit befindet sich das Projekt in der Planungsphase, die Umsetzung ist für das Jahr 2026 vorgesehen.
Kooperationspartner ist der Verein „Youth Lead the Change Germany“ (YLCG), der seine Erfahrungen aus vergleichbaren Beteiligungsformaten in anderen Städten in das Projekt einbringt. Ziel der Zusammenarbeit ist es, ein Modell zu entwickeln, das jungen Menschen in Wuppertal ermöglicht, eigenverantwortlich über die Verwendung öffentlicher Mittel für jugendrelevante Projekte zu entscheiden.
Als Vorbild dient das Kölner Pilotprojekt „Hey Nippes“, bei dem Jugendlichen im gleichnamigen Stadtbezirk ein festes Budget zur Verfügung gestellt wurde. Die in Köln gesammelten Praxiserfahrungen sollen in Wuppertal in ein angepasstes Beteiligungskonzept einfließen. Dieses soll niedrigschwellig, transparent und partizipativ ausgestaltet sein, um möglichst viele junge Menschen zu erreichen und aktiv einzubeziehen.
Die Stadt kann dabei auf ihre bestehende Kompetenz im Bereich Bürgerbeteiligung zurückgreifen. Seit 2017 ist in Wuppertal ein Bürgerbudget etabliert, das im zweijährigen Rhythmus zur Einreichung und Auswahl von Projekten durch die Stadtgesellschaft aufruft. Das neue Jugendbudget soll an diese Strukturen anknüpfen, jedoch gezielt auf die Lebensrealitäten junger Menschen ausgerichtet werden.
Wuppertal entwickelt Konzept für kommunales Jugendbudget
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