Wuppertal. In der Nacht auf Sonntag (4. Mai 2025) haben mehrere Mitglieder einer Aktivistengruppe namens „Widerstands-Kollektiv“ einen inoffiziellen Fahrradweg im Bereich der Mauerstraße und Ritterstraße aufgebracht. Mit selbst mitgebrachter Farbe und professionell wirkendem Equipment, darunter Absperrmaterial und Warnleuchten, wurde die Fahrbahn innerhalb einer unübersichtlichen S-Kurve markiert. Die Aktion soll auf die ihrer Ansicht nach unzureichende Verkehrssicherheit in dem Bereich aufmerksam machen.
Die neu aufgebrachten Fahrbahnmarkierungen bestehen aus klar erkennbaren Linien und Fahrradpiktogrammen. Nach Angaben der Initiative wurde die Stelle bewusst gewählt, da sich in unmittelbarer Umgebung mehrere Schulen sowie eine Turnhalle befinden. Das „Widerstands-Kollektiv“ betont die Notwendigkeit, den Schutz sogenannter verletzlicher Verkehrsteilnehmender wie Radfahrerinnen und Radfahrern sowie Kindern zu erhöhen – insbesondere dort, wo bislang keine gesicherten Radwege existieren.
Bereits im Vorjahr war an derselben Stelle durch eine andere Gruppe ein provisorischer Radweg angelegt worden. Dieser wurde jedoch kurz darauf von der Stadt entfernt. Auch diesmal ist mit einer raschen Entfernung durch die zuständigen Behörden zu rechnen, da es sich erneut um keine offiziell genehmigte Maßnahme handelt.
Die Aktivistengruppe versteht sich als Nachfolgeprojekt der „Letzten Generation“ und setzt eigenen Angaben zufolge ihren Fokus auf klimagerechte Mobilität sowie auf die gerechtere Verteilung des öffentlichen Verkehrsraums. Kritisiert wird insbesondere die aus ihrer Sicht vorrangige Berücksichtigung des motorisierten Individualverkehrs zulasten schwächerer Verkehrsteilnehmer.
Mit der nächtlichen Aktion will die Gruppe nach eigenen Angaben verdeutlichen, dass die Dringlichkeit sicherer Verkehrsführungen nicht länger auf politische Entscheidungen warten könne.
Aktivisten markieren in Wuppertal eigenmächtig Radweg
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