Wuppertal – Der jüngste sportliche Erfolg des Bergischen Handball-Clubs (BHC), der den Aufstieg in die erste Handball-Bundesliga sicherte, bringt die Debatte um eine zukunftsfähige Heimspielstätte erneut auf die politische Agenda. Nach Jahren wechselnder Austragungsorte und gescheiterter Planungen rückt nun Wuppertal stärker in den Fokus möglicher Standortüberlegungen.
Der Aufstieg des BHC wird von der Stadtspitze als bedeutsames Ereignis für das Bergische Städtedreieck gewertet, das über die sportliche Leistung hinaus auch infrastrukturelle Entwicklungen nach sich ziehen müsse. Angesichts dessen soll nun die Suche nach einer dauerhaften und bundesligatauglichen Spielstätte intensiviert werden.
Ursprünglich war ein Hallenneubau in Solingen vorgesehen, doch aufgrund fehlender Realisierungsperspektiven erscheint dieser Plan mittlerweile als unwahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund beauftragt Wuppertals Stadtspitze die zuständige Wirtschaftsdezernentin damit, mögliche Alternativen im Stadtgebiet zu prüfen. Ziel sei es, eine langfristige Lösung für den Spielbetrieb des BHC zu entwickeln, die sowohl den Anforderungen des Profisports entspricht als auch regional verankert ist.
Derzeit nutzt der BHC vor allem die Unihalle in Wuppertal sowie – für Spiele mit hoher Zuschauerzahl – die Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf. Beide Standorte stellen jedoch auf Dauer keine tragfähige Lösung dar. Die Unihalle ist zwar regional gelegen, jedoch in Ausstattung und Kapazität begrenzt, während die Düsseldorfer Halle mit erheblichem logistischen Aufwand verbunden ist.
Mit dem neuerlichen Anstoß zur Standortsuche könnten nun konkretere Planungen angestoßen werden. Die Entscheidung über den Bauort einer neuen Arena hätte nicht nur sportpolitische, sondern auch wirtschaftliche und städtebauliche Bedeutung für Wuppertal und die Region.
Standortfrage für neue BHC-Halle erneut in der Diskussion – Fokus rückt auf Wuppertal
{{count}} Kommentare aus unserer App. Hier kostenlos downloaden.
{{comment.user.name}}
{{comment.text}}