Wuppertaler Schausteller-Verein übernimmt Weihnachtsmarktorganisation – Erste Details für 2025 vorgestellt

von Daniel Dragon



Wuppertal – Der Wuppertaler Schausteller-Verein hat am 7. April 2025 erste Einblicke in die Planungen für die kommenden Weihnachtsmärkte in Barmen und Elberfeld gegeben. Die Organisation der städtischen Weihnachtsmärkte liegt damit erstmals vollständig in den Händen des 24 Mitglieder starken Vereins – ein Projekt, das sowohl logistisch als auch ideell von großer Bedeutung ist.

Nachdem der Stadtrat Ende 2024 entschieden hatte, die Verantwortung für die Ausrichtung der Wuppertaler Weihnachtsmärkte für die kommenden fünf Jahre an den lokalen Schausteller-Verein zu übertragen, laufen die Vorbereitungen für die Premiere unter neuer Leitung auf Hochtouren. Der Verein plant umfassende Neuerungen und verfolgt das Ziel, die Innenstädte während der Adventszeit wieder stärker zu beleben und auch Besucher aus dem Umland anzuziehen.

Einheitliches Konzept mit neuem Erscheinungsbild

Ein zentrales Element der neuen Strategie ist die Einführung eines gemeinsamen Logos für die Märkte in Barmen und Elberfeld. Die Schwebebahn als zentrales Motiv soll dabei insbesondere auswärtige Gäste ansprechen und einen hohen Wiedererkennungswert schaffen. Damit wird erstmals ein einheitlicher Auftritt für beide Märkte etabliert.

Parallel dazu investieren die Schausteller in 30 neue Verkaufshütten mit einheitlichem Design, die das Stadtbild zur Weihnachtszeit deutlich aufwerten sollen. Ergänzt wird das Konzept durch eine neue Weihnachtsbeleuchtung, für die eine spezialisierte Agentur aus Hamburg beauftragt wurde. Ziel ist es, die bislang unzureichende Illumination – insbesondere in Elberfeld – nachhaltig zu verbessern und ein stimmungsvolles Ambiente zu schaffen.

Veränderungen in der Standortgestaltung

In Elberfeld wird sich das Marktgeschehen künftig auf die Areale rund um die Alte Freiheit, den Neumarkt sowie den Bereich zwischen Wall und dem ehemaligen Sticher-Gebäude konzentrieren. Die zahlreichen Baustellen in der Fußgängerzone erfordern eine flexible und durchdachte Flächenplanung.

Der „Winterzauber“ auf dem Laurentiusplatz mit Eisbahn und Almhütte bleibt auch 2025 erhalten. Die Durchführung übernimmt erneut Veranstalter Paolo Frisella, während sich die Schausteller auf andere Flächen konzentrieren und dort mit neuen Konzepten auftreten.

In Barmen wird der Johannes-Rau-Platz als zentraler Veranstaltungsort beibehalten. Auf eine großflächige Überdachung wie im Vorjahr wird jedoch verzichtet. Stattdessen setzen die Organisatoren auf kleinere, geschützte Aufenthaltsbereiche, die mehr Atmosphäre und Aufenthaltsqualität bieten sollen.

Herausforderungen bei der Händlergewinnung

Die Besetzung der neu gestalteten Marktstände mit thematisch passenden Händlern stellt eine der größten Herausforderungen dar. Der Markt für Kunsthandwerk und hochwertige Weihnachtswaren ist durch strukturelle Veränderungen infolge der Pandemie stark ausgedünnt. Viele Anbieter haben sich neuen Geschäftsfeldern zugewandt oder sind an externe Agenturen gebunden. Um dennoch ein attraktives Angebot zu realisieren, bieten die Schausteller unter anderem kostenfreie Hütten und stark reduzierte Standgebühren an.

Geplant ist zudem die Integration eines Weihnachtsbaumverkaufs auf beiden Märkten – ein klassisches Element, das im neuen Konzept nicht fehlen soll.

Nachhaltigkeit und Innovation im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt der Neuausrichtung liegt auf dem Thema Nachhaltigkeit. Der Einsatz von Einwegverpackungen aus Aluminium oder Kunststoff wird ausgeschlossen. Stattdessen wird ein Mehrwegsystem mit einheitlichem Geschirr eingeführt, das sich bereits in anderen Städten bewährt hat und das Abfallaufkommen deutlich reduzieren soll.

Besondere Aufmerksamkeit richtet sich zudem auf eine potenzielle Neuheit für den Elberfelder Weihnachtsmarkt: Derzeit laufen Gespräche über eine Fahrgeschäft-Attraktion, die nach Angaben der Schausteller weltweit einzigartig sein soll. Konkrete Informationen hierzu könnten in Kürze folgen.

Mit dem neuen Konzept, der technischen und gestalterischen Modernisierung sowie dem klaren Bekenntnis zur Regionalität und Nachhaltigkeit strebt der Wuppertaler Schausteller-Verein eine langfristige Aufwertung der Weihnachtsmärkte an – mit dem Ziel, die Innenstadt als stimmungsvollen Treffpunkt in der Adventszeit zu etablieren.

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