In der Werkstatt der „Turnhallen Kolonne“ des Sport- und Bäderamtes wird Nachhaltigkeit auf eine ganz besondere Weise gelebt: bei der Wiederaufbereitung alter Sportgeräte. Das engagierte Team der technischen Abteilung unter der Leitung von Jens Albert und Björn Clausius besteht aus zehn Kollegen und zwei Meistern. Die Werkstatt hat sich darauf spezialisiert, die 137 städtischen Turnhallen in Wuppertal mit handwerklichem Geschick instand zu halten – und das auf besonders nachhaltige Weise. So werden in den Räumen der ehemaligen Grundschule In der Fleute, in denen sich eine Vielzahl historischer Sportgeräte befinden, nicht nur Erinnerungen wachgerufen. Hier finden die alten Geräte, von Sprungbrettern bis hin zu Schwebebalken, aber auch Holzbänke aus den Umkleidekabinen eine neue Bestimmung.
Mit viel Hingabe werden die Geräte entrostet, geschliffen, geölt und gewachst, alles in Einklang mit modernen Sicherheitsstandards. So werden zum Beispiel die Haken der Umkleidebänke, die ursprünglich an der Vorderseite angebracht waren, heute aus Sicherheitsgründen an der Rückseite verschraubt.
Neben der Reparatur und Restaurierung der Geräte wird die Werkstatt aber zugleich auch zu einer wertvollen Ersatzteillagerquelle. Nicht mehr vollständig restaurierbare Teile, wie etwa das Holz alter Sprossenwände, werden wiederverwendet, um Ersatzteile für andere Geräte zu gewinnen. Diese Mischung aus traditionellem Handwerk und nachhaltigem Umgang mit Materialien bringt nicht nur die Sportgeräte, sondern auch ein Stück Geschichte in die moderne Zeit. „Die Arbeit der ‚Turnhallen Kolonne‘ zeigt eindrucksvoll, wie Tradition, Handwerkskunst und Umweltschutz Hand in Hand gehen – ein großartiges Beispiel für gelebte Verantwortung“, betont Alexandra Szlagowski, Amtsleiterin des Sport- und Bäderamtes.
Dank des großen Engagements und der Expertise des Teams wird nicht nur die Lebensdauer der Geräte verlängert, sondern auch aktiv zur Förderung einer ressourcenschonenden Arbeitsweise beigetragen und gleichzeitig finanzielle Einsparungen erzielt, die das Budget entlasten.
Ressourcenschonung und Kosteneffizienz: Alte Sportgeräte bekommen neues Leben
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