Neue Transitwerkstatt als temporäres Kulturprojekt
Das soziokulturelle Zentrum „Die Färberei“ in Wuppertal verfolgt ambitionierte Ausbaupläne. Im Rahmen der Stadtteilentwicklung soll die Einrichtung an der Berliner Straße 112 umgestaltet werden. Bis zur finalen Umsetzung in den Jahren 2028 und 2029 plant der Trägerverein eine Zwischennutzung des Gebäudes. Dieses soll als „Transitwerkstatt“ temporär für künstlerische und gesellschaftliche Projekte zur Verfügung stehen.
Der Antrag auf Umnutzung des ehemaligen Einzelhandelsgeschäfts ist bereits eingereicht. Für die Umsetzung der Zwischennutzung wurde eine Förderung in Höhe von 38.000 Euro aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt Oberbarmen/Wichlinghausen“ bewilligt. Nun wartet der Trägerverein auf die abschließende Genehmigung der Stadt, um mit der architektonischen Planung zu beginnen.
Begegnungsort mit vielfältigem Angebot
Auf einer Fläche von 246 Quadratmetern soll die Immobilie zu einem Treffpunkt umgestaltet werden. Geplant sind ein Café, zwei Büroräume sowie ein Mehrzweckraum. Das derzeitige Café im Hauptgebäude der Färberei soll nach Abschluss der Erweiterung einer neuen Nutzung zugeführt werden. Vorgesehen ist unter anderem der Betrieb einer Küche.
Die Transitwerkstatt soll insbesondere als Plattform für Kunst und Begegnung dienen. Ziel ist es, einen niedrigschwelligen Zugang zu kreativen und gesellschaftlichen Aktivitäten zu schaffen. Die Eröffnung ist für den Sommer anvisiert, abhängig von der Dauer der Umbaumaßnahmen.
Zudem wird das Gebäude als dauerhafter Impulsgeber konzipiert. Auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten sollen Inhalte in Form von Videos, Fotos und Zitaten auf Bildschirmen präsentiert werden, um die Aktivitäten sichtbar zu machen. Die Projektlaufzeit ist zunächst auf ein Jahr angelegt, könnte jedoch bei Bedarf verlängert werden.
Langfristige Stadtteilentwicklung im Fokus
Die langfristige Umgestaltung des Standorts Berliner Straße 112 ist ein zentrales Vorhaben des integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (ISEK) für Oberbarmen/Wichlinghausen. Aktuell verfügt die Färberei über lediglich zwei räumliche Einheiten, die für Selbsthilfegruppen, Vereine und Initiativen genutzt werden. Mit der Erweiterung sollen neue Räumlichkeiten entstehen, um das Angebot auszuweiten und die Nachfrage besser bedienen zu können.
Nach Abschluss der Bauarbeiten soll die neue Einrichtung neben dem Café auch Räume für Beratung, Betreuung und Sportangebote bieten. Darüber hinaus ist es ein Ziel, die Präsenz im Stadtteil zu erhöhen, da die Färberei aufgrund der bisherigen Lage weniger wahrgenommen wird.
Finanzierung und Baukosten
Die geschätzten Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 2,7 Millionen Euro. Davon trägt die Kommune einen Eigenanteil von 20 Prozent, was 540.000 Euro entspricht. Angesichts steigender Baukosten wurde zusätzlich ein finanzieller Puffer eingeplant, wodurch sich die Kosten auf bis zu 3,4 Millionen Euro summieren könnten. Der städtische Förderanteil würde in diesem Fall auf knapp 678.000 Euro ansteigen.
Die Stadtverwaltung verfolgt dennoch das Ziel, die Maßnahme im Rahmen des ursprünglichen Budgets zu realisieren. Die Umsetzung der Erweiterung stellt ein bedeutendes Vorhaben für die soziale und kulturelle Entwicklung des Stadtteils dar und soll langfristig zur Belebung der Nachbarschaft beitragen.
Wuppertaler Färberei plant Erweiterung und Zwischennutzung
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