Gelebte Inklusion: Drei Initiativen können sich über den Inklusionspreis der Stadt Wuppertal freuen, der in der vergangenen Woche zum vierten Mal verliehen wurde. Im Mendelssohn-Saal der Stadthalle zeichnete Oberbürgermeister Uwe Schneidewind die diesjährigen Preisträger aus.
Der Wuppertaler Inklusionspreis 2025 steht unter dem Thema ,,Politische Partizipation -gestalten, erleben, mitmachen“. Damit zeichnet die Stadt Projekte aus, die in ihren politischen Aktivitäten die Teilhabe von Menschen mit Behinderung leben. Eine unabhängige Jury entschied anhand einer Bewertungsmatrix über die Gewinnerprojekte.
Teilnahmeberechtigt waren in diesem Jahr Wuppertaler Vereine, Initiativen, Selbsthilfegruppen, Kirchen, freie und öffentliche Träger, Verbände, Beiräte und Jugendräte, Interessensvertretungen, Gewerkschaften, Personenvereinigungen sowie Bürgerinnen und Bürger, die aktiv das Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention verfolgen, Ausgrenzungen in der politischen Partizipation aufzuheben.
Der erste Preis erhält 2.500 Euro, der zweite 1.500 Euro und der dritte Preis 1.000 Euro. Das Preisgeld soll ausschließlich für inklusionsfördernde Projekte eingesetzt werden.
Der erste Platz ging an den Beirat der Menschen mit Behinderung, der bereits seit 26 Jahren aktiv ist. Er berät die Stadtverwaltung und politische Gremien zu allen Themen, die Menschen mit Behinderungen betreffen und konnte in der Vergangenheit bereits wichtige Erfolge erzielen – etwa das Rederecht in Ausschüssen. Besorgt zeigt sich der Beirat jedoch über den Mangel an barrierefreiem, bezahlbarem Wohnraum. Auch nach den Neuwahlen im Herbst wird der Beirat mit neuen Kräften und viel Engagement weiterkämpfen.
Den zweiten Platz belegte das Politcafé der Färberei, das dank der Unterstützung des Sozialamtes Wuppertal mittlerweile dauerhaft etabliert werden konnte. Hier diskutieren die Teilnehmenden regelmäßig politische Themen und planen, sich in den Beirat der Menschen mit Behinderung wählen zu lassen, um gezielt die Interessen von Menschen mit Lernschwierigkeiten zu vertreten. Ein wichtiger Aspekt ist für sie, dass alle Informationen in leichter Sprache bereitgestellt werden.
Den dritten Platz erreichte der Werkstattrat der Troxler Werkstätten in Zusammenarbeit mit den Frauenbeauftragten. Die Gruppe erzielte Erfolge wie die Aufhebung eines verpflichtenden Betriebsurlaubs, nachdem man die Beschäftigten nach ihren Wünschen befragt hatte.
Auch für die Frauen in der Werkstatt gibt es nun regelmäßige Austauschmöglichkeiten zu Themen wie Frauenrechten und Gewaltprävention.
Inklusionspreis 2025 an drei Wuppertaler Initiativen verliehen
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