Das Projekt „Women Entrepreneurs in Science“ (WES) der Uni Wuppertal hat in den vergangenen vier Jahren die Sichtbarkeit und Förderung von Gründerinnen in Nordrhein-Westfalen maßgeblich vorangetrieben.
Mit „Empowering Women Entrepreneurs“ (EWE) können die Verantwortlichen nun direkt an diesen Erfolg anknüpfen: Ein Modellprojekt erprobt jetzt deutschlandweit neue Ansätze zur Förderung von Frauen in der Gründung.
Frauen sind in der deutschen Gründungsszene mit 18,8 Prozent nach wie vor unterrepräsentiert. Um die Zahl zu erhöhen, setzt WES verschiedene Maßnahmen ein, um strukturelle Barrieren abzubauen und tief verankerten Geschlechterstereotypen entgegenzuwirken. Durch Einbindung erfolgreicher Gründerinnen aus unterschiedlichen Bereichen in die Aktivitäten von WES wird gezeigt, dass Frauen in allen Branchen gründen. Durch den Aufbau eines starken Netzwerks, zielgruppengerechte Workshops und Veranstaltungen sowie die Entwicklung eines Leitfadens für eine bedarfsorientierte Beratung, die individuelle Ziele und Lebensrealitäten der Frauen berücksichtigt, wird die Unternehmensgründung als alternativer Karriereweg positioniert und der Zugang für Frauen verbessert.
Zentrales Problem bleibt der sogenannte Same-Gender-Effekt – männliche Investoren bevorzugen unbewusst männliche Gründer, was Frauen den Zugang zu Startkapital und finanzieller Förderung erschwert. Deshalb stärkt „Women Entrepreneurs in Science“ den Dialog zwischen Gründerinnen und Investorinnen und Investoren in verschiedenen Formaten: Darunter befinden sich unter anderem der Aufbau eines Hochschul-Netzwerks, der „Gründerinnen SUMMIT“, ein Mentorinnenprogramm und die starke digitale Präsenz beispielsweise auf Instagram oder LinkedIn. „Diese Indikatoren verdeutlichen den Erfolg des Projektes, das darauf ausgerichtet ist, Strukturen und Maßnahmen zu schaffen, die Frauen gezielt bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Gründungsprojekte an Hochschulen unterstützen“, so Projektleiterin Prof. Dr. Christine Volkmann von der Bergischen Universität Wuppertal.
Am 1. März startete mit „Empowering Women Entrepreneurs“ ein dreijähriges Modellprojekt, das die erfolgreichen Ansätze von WES bundesweit ausrollt; es wird mit 1,57 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW gefördert.
Das Projekt setzt dabei auf einen ganzheitlichen Ansatz zur Unterstützung von Gründerinnen und erweitert die Zielgruppen insbesondere um Frauen, die als Nachfolgerinnen ein Unternehmen übernehmen. Es bietet Online-Lernmodule und KI-gestützte Kontaktvermittlung zur gezielten Unterstützung, ein Programm für Hochschulen zur Umsetzung gendersensibler Ansprache und Kommunikation sowie den Aufbau einer Datenbank von Investorinnen.
BUW startet bundesweites Modellprojekt für mehr Frauen in der Startup-Szene
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