Am Donnerstag, den 20. März, lädt die Interessengemeinschaft Wuppertaler Moscheen zum gemeinsamen Fastenbrechen ab 16:00 Uhr in das Stadion am Zoo ein, denn dieses Jahr findet erstmalig ein interreligiöses Fußballspiel statt, an dem auch die evangelische Kirche in Wuppertal mit mindestens sechs Pfarrerinnen und Pfarrern teilnimmt.
Mohamed Abodahab, Vorsitzender der Interessenvertretung Wuppertaler Moscheen, erklärt: „Wir wollen Menschen zusammenzubringen. Fußball ist eine große Gemeinsamkeit und Leidenschaft, die uns vereint“. Zum Fastenmonat Ramadan gehört nicht nur der tägliche Verzicht auf Essen und Trinken zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, sondern auch das Fastenbrechen, Iftar genannt. Oft treffen sich muslimische Familien mit Freunden und Nachbarn, um gemeinsam als ein wichtiges Zeichen der Gastfreundschaft die Mahlzeit einzunehmen.
„Wir sind gerne dabei, denn wir sehen die Veranstaltung als ein Zeichen der Verständigung zwischen den Religionsgemeinschaften“, so Superintendentin Ilka Federschmidt und ergänzt: „Wir möchten die Menschen stärken, die aus ihrem jeweiligen Glauben heraus die friedliche Verständigung suchen.“
Ihre Verbundenheit mit der Stadt zeigen die Moscheegemeinden seit vielen Jahren, indem sie Wuppertalerinnen und Wuppertaler zum großen Fastenbrechen einladen. Es findet meist auf dem Höhepunkt des Ramadans, in der 27. Nacht statt, in welcher der Koran der Überlieferung nach offenbart wurde. An der Veranstaltung mit kinderfreundlichem Programm nehmen laut Interessenverband seit Jahren um die 1000 Menschen teil.
Am 20. März werden zweimal gemischte Mannschaften aus evangelischen und katholischen Geistlichen sowie Mitgliedern der Moscheegemeinden für jeweils zehn Minuten antreten. Die Teams seien ein Signal des Friedens und guten Zusammenlebens, das auch über die Stadtgrenzen hinausgetragen werden solle, betont Mohamed Abodahab. „Viele Familien können sich einen Stadionbesuch nicht leisten. Uns ist es ein großes Anliegen, genau das zu ermöglichen, damit sich Familien das Stadion ansehen und die Atmosphäre genießen können“. Auf das Fußballspiel folgen unterhaltende religiöse Gesänge, bis dann nach Sonnenuntergang das gemeinsame Iftar-Essen stattfindet. Auch Oberbürgermeister Schneidewind nimmt am Fastenbrechen im Stadion teil.
Für die Planung der Mahlzeit wird vorab um eine kostenfreie Anmeldung gebeten, die über einen QR-Code über die Facebookseite der Interessengemeinschaft vorgenommen werden kann. Der Eintritt ist kostenlos.
Kicken verbindet: Fastenbrechen mit interreligiösem Fußballspiel
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