Wie gelingt Inklusion in und nach der Schule? Am Donnerstag, den 6. März, findet die digitale Abschlusskonferenz des Projekts „INSIDE – Inklusion in und nach der Sekundarstufe I in Deutschland“ statt.
Dafür wurden seit 2016 Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf über mehrere Jahre durch die Schule und danach begleitet sowie Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und Schulbegleitungen befragt.
Teilnehmende des Forschungsprojekts und Interessierte sind nun eingeladen, zentrale Ergebnisse daraus kennenzulernen und sich auszutauschen. INSIDE ist ein Kooperationsprojekt des Leibniz Instituts für Bildungsverläufe, der Humboldt-Universität Berlin, der Universität Potsdam und der Bergischen Universität Wuppertal. Mit den gewonnenen Daten und Studienergebnissen trägt es zur Förderung der Teilhabe sowie zur Diskussion der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland bei. In rund zwei Stunden werden Forschungsergebnisse zu sozialer Partizipation junger Menschen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf und ihren fachlichen und nicht-fachlichen Kompetenzen vorgestellt. Auch ein Austausch zu Themen wie der Demokratiebildung in Schule und Unterricht, der Kooperation von Lehrkräften in einem inklusiven Bildungssystem oder der Wahrnehmung inklusiven Lernens aus Sicht von Schülerinnen und Schülern ohne Förderbedarf sind vorgesehen.
Im Verlauf zweier, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderter Projektphasen konnten fundierte Informationen über ein inklusives Bildungssystem sowie die Bedingungen und Folgen des inklusiven Lernens für Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gewonnen werden. Die anfangs über 4.000 Teilnehmenden wurden ab Jahrgangsstufe 6 über fünf Jahre begleitet. Dabei wurden auch Informationen zu Bildungswegen von Jugendlichen in berufliche Ausbildungssysteme oder andere Lebenssituationen erhoben. Die umfassenden Daten zu Umsetzung und Gelingensbedingungen schulischer Inklusion in und nach der Sekundarstufe I können als Grundlage für Handlungsempfehlungen, politische Zielsetzungen zur Förderung von Inklusion im Schulalltag und am Übergang in Ausbildung und Beruf sowie für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden.
Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, die wissenschaftliche Arbeit des Projektteams mit der Expertise aus der Schulpraxis durch Sachverständige aus Wissenschaft, Politik und Verbänden sowie Interessensvertretungen zu ergänzen. Für die Abschlusskonferenz konnte Dr. Angela Ehlers, Bundesvorsitzende des Verbands Sonderpädagogik, gewonnen werden, die in einem Impulsvortrag zur Bedeutung der Studie für Schule und Unterricht spricht.
Interessierte können sich per Email zur kostenlosen Online-Veranstaltung anmelden: [email protected] Weitere Informationen finden sich hier.
