Juwelier haucht Abeler-Haus neues Leben ein: Vom Schandfleck zum Schmuckstück

von Lena von Esch
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Nach jahrelangem Leerstand zieht mit Velten & Tönnies Juweliere wieder ein Schmuckgeschäft in das ehemalige Abeler-Haus an der Poststraße ein. Die Eröffnung erfolgt in Etappen – der erste Teil bereits am 25. Januar.

Ein Gebäude mit Geschichte

Seit 2017 steht das Gebäude an der Ecke Schwanenstraße/Poststraße leer. Kurzzeitig diente es einem Bekleidungsgeschäft, doch die meiste Zeit war es ungenutzt und wurde zum Ärgernis für viele Wuppertaler. Schmierereien an den Rollläden, Taubenkot und ein defektes Glockenspiel prägten das Erscheinungsbild. Trotz der geplanten Wiedereröffnung im August 2024 musste der Termin immer wieder verschoben werden.

Schrittweise Eröffnung geplant

Nun soll am Samstag, den 25. Januar, ein erster Teil des neuen Geschäfts eröffnet werden. Helmut Tönnies, der das Projekt gemeinsam mit seiner Frau Elke Velten-Tönnies betreibt, erklärte, dass es in den letzten Monaten unerwartete technische Herausforderungen gab. Zunächst werde der kleineren Teil des Ladens an der Ecke Schwanenstraße/Poststraße eröffnet. Der größere Bereich sowie die Räume im Obergeschoss würden laut den neuen Betreibern später folgen.

Die Verzögerungen sind auf Probleme mit der Statik, technische Anpassungen und die Einrichtung zurückzuführen. Auch die Fassadengestaltung sowie die Reparatur des Glockenspiels stehen noch aus. Tönnies betonte gegenüber Medienvertretern, dass sowohl das Objekt als auch Wuppertal ihnen sehr wichtig seien.

Ein neues Konzept für Wuppertal

Der Juwelier verfolgt ein besonderes Konzept: Statt eines klassischen Schmuckgeschäfts sollen exklusive Ausstellungen und Veranstaltungen im Mittelpunkt stehen. Neben Schmuck und Uhren wird es auch Kunstwerke wie Gemälde zu sehen geben. Zudem sind Besuche von Persönlichkeiten aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ geplant, in der Elke Velten-Tönnies regelmäßig auftritt.

Ein Uhrenservicecenter und eine Goldschmiedewerkstatt ergänzen das Angebot, in Verbindung mit einem Eckladen mit Sofort-Service, bei welchem Reparaturen und Änderungen direkt vor Ort durchgeführt werden können.

Eine Herausforderung: Das historische Glockenspiel

Auch das historische Glockenspiel soll reaktiviert werden. Fehlende Teile und hohe Kosten aufgrund von Einzelanfertigung – die Schätzungen belaufen sich auf sechsstellige Summen – stellen eine besondere Herausforderung dar. Ein Zeitrahmen von mindestens sechs Monaten wird hierfür veranschlagt.

Positive Signale für die Innenstadt

Elberfelds Bezirksbürgermeister Thomas Kring (SPD) begrüßt die Entwicklung: „Es ist immer erfreulich, wenn Leerstände beseitigt werden, insbesondere an einer so zentralen Stelle.“, erklärte er unlängst gegenüber Medienvertretern Auch die Vorsitzende der Interessengemeinschaft Elberfelder Geschäftswelt, Katrin Becker, äußerte sich optimistisch: „Das ehemalige Abeler-Haus war oft Gesprächsthema. Dass sich dort nun etwas bewegt, ist ein gutes Zeichen für die Innenstadt.“

Mit der geplanten Eröffnung setzt das Projekt ein klares Signal: Der traditionsreiche Standort soll wieder zum Anziehungspunkt für Schmuckliebhaber und Kunstinteressierte werden.

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