20 Tonnen schwere Hochspannungsspule in Umspannwerk ausgetauscht

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Mit großen Geräten haben die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) Anfang August in Elberfeld gearbeitetet: Eine 110 kV-Hochspannungsspule im Umspannwerk Wilbergstraße wurde ausgetauscht.

Die 110 kV-Hochspannungsspule musste gewechselt werden, da sie nach respektablen 52 Jahren Lebensdauer nicht mehr funktionierte. 20 Tonnen bringt so eine Spule auf die Waage – um solch ein Schwergewicht auszubauen und wieder einzusetzen, brauchte es spezielles Gerät: einen Tieflader für den Transport sowie einen mobilen Kran mit einer Tragkraft von 230 Tonnen und einem besonders langen Ausleger. Der Kran musste nämlich eine erhebliche Distanz überbrücken, um den Tieflader zu erreichen, da dieser nicht unmittelbar bis an das Umspannwerk vorfahren konnte.
In einem Stromnetz sind mehrere Hochspannungsspulen verbaut, wobei die Hauptfunktion einer solchen Spule darin besteht, zur Stabilität und Sicherheit des Stromnetzes beizutragen. Wenn etwas im Stromnetz kaputtgeht, zum Beispiel die Isolierung eines Kabels, kann der Strom aus dem Inneren des Kabels direkt zur Erde fließen. Das nennt man Fehlerstrom und normalerweise müssten dann die betroffenen Netzbereiche sofort abgeschaltet werden, weil dies gefährlich werden kann.

Die Hochspannungsspule greift in dieser Situation aktiv ein und gleicht den Fehlerstrom aus, sodass das Stromnetz stabil bleibt. Dadurch müssen die Techniker das Netz nicht direkt abschalten. Sie haben Zeit, den Fehler zu finden und ihn zu reparieren, ohne dass bei den betroffenen Haushalten der Strom ausfällt. Diese Spulen sorgen also dafür, dass Stromausfälle vermieden werden können.
Die WSW als zentraler Stromversorger der Region betreiben das lokale Stromnetz über alle Spannungsebenen hinweg und stehen als zuverlässiger Partner für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energieversorgung. Im WSW-Umspannwerk Wilbergstraße wird elektrische Energie von der Hochspannungsebene (110.000 Volt) auf Mittelspannung (10.000 Volt) transformiert und anschließend an 10-kV-Stationen für die Nutzung in den einzelnen Haushalten und Betrieben weiterverteilt.

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