Zehntes Afrika-Filmfestival in Wuppertal beginnt am Freitag

Wtotal/CCA



Festival im „Cinema“ in Oberbarmen

Am Freitag, 19. September 2025, startet in Wuppertal die zehnte Auflage des Afrika-Filmfestivals. Austragungsort ist zum vierten Mal das „Cinema“ in Oberbarmen an der Berliner Straße 88.

Der Stadtteil gilt aufgrund seiner besonderen sozialen und kulturellen Struktur als bewusst gewählter Ort für das Festival. In kaum einem anderen Teil Wuppertals sind die Dynamiken der Einwanderungsgesellschaft so deutlich sichtbar. Die afrikanische Diaspora ist hier in vielfältigen Formen präsent und aktiv, wenngleich sie in öffentlichen Debatten oftmals nicht ausreichend repräsentiert ist.

Neun Filme im Programm

Das diesjährige Festival, das erneut in Kooperation mit dem Kölner Afrika-Filmfestival organisiert wird, zeigt insgesamt neun Spiel- und Dokumentarfilme. Die Bandbreite reicht von politischen Analysen über eine Shakespeare-Adaption aus afrikanischer Perspektive bis hin zu einer filmischen Hommage an den afro-kubanischen Musiker Laba Sosseh, mit der das Festival am 27. September seinen Abschluss findet.

Alle Filme stammen von afrikanischen Regisseuren oder von Filmschaffenden der afrikanischen Diaspora. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr auf den historischen und aktuellen Prozessen der Kolonisierung und Dekolonisierung des afrikanischen Kontinents.

Auftakt mit Film und Diskussion

Bereits am Eröffnungswochenende wird dieses Thema besonders hervorgehoben. Am Sonntag, 21. September, steht um 16 Uhr die Vorführung des Films Fanon von Jean-Claude Barny auf dem Programm. Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt, die sich mit der Bedeutung des Psychiaters, Autors und politischen Aktivisten Frantz Fanon auseinandersetzt, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. An der Gesprächsrunde wirken Muyisa Nkozi Muhindoim, Armin Dinn und Dirk Jädke mit; die Moderation übernimmt Cheikh Djibril Kane.

Freier Eintritt und Fördermittel

Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist kostenfrei. Die meisten Filme werden in Originalsprache mit englischen Untertiteln gezeigt. Gefördert wird das Festival durch Mittel des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Stadt Wuppertal.

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