Wuppertaler SV unterliegt Borussia Mönchengladbach U23 mit 1:2

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Defensivprobleme nach der Pause – Tyrala-Team vergibt mögliche Punkte

Der Wuppertaler SV musste sich am Samstag im Regionalligaduell bei Borussia Mönchengladbachs U23 mit 1:2 geschlagen geben. Nach einer überzeugenden ersten Halbzeit und einer verdienten Führung geriet die Mannschaft von Trainer Sebastian Tyrala im zweiten Durchgang zunehmend unter Druck und verlor nach defensiven Unstimmigkeiten den Zugriff auf das Spiel.

Der WSV startete konzentriert und nutzte in der 23. Minute die erste klare Gelegenheit: Jeremy Aydogan verwandelte einen Foulelfmeter sicher zur 1:0-Führung. Bis zur Pause verteidigten die Gäste kompakt und ließen kaum nennenswerte Chancen der Gladbacher Nachwuchsmannschaft zu.

Gladbach dreht die Partie nach Wiederanpfiff

Nach dem Seitenwechsel kam das Team von Borussia-Trainer Sascha Eickel deutlich aggressiver aus der Kabine. Bereits in der 47. Minute führte ein Distanzschuss von Fritz Henri Fleck zum Ausgleich, als der Ball dem bis dahin starken WSV-Torhüter Michael Luyambula unglücklich durch die Hände rutschte.

In der Folge erhöhte Mönchengladbach den Druck und setzte die Wuppertaler Abwehr mehrfach unter Druck. Tyrala reagierte mit einem Doppelwechsel: Vincent Schaub und Ronay Arabaci ersetzten in der 61. Minute Kamo und Arambasic, um das Offensivspiel zu beleben. Doch in der Defensive blieb der WSV anfällig.

Die entscheidende Szene ereignete sich in der 78. Minute: Nach einer Flanke von der rechten Seite konnte sich der kurz zuvor eingewechselte Justin Adozi im Strafraum ungestört durchsetzen und per Kopf das 2:1 erzielen. Die Wuppertaler Verteidiger Dominic Duncan und Hans Juraj Hartmann kamen dabei zu spät und konnten den Treffer nicht verhindern.

WSV drängt vergeblich auf den Ausgleich

In der Schlussphase versuchte der WSV, das Spiel noch zu drehen. Nach dem Platzverweis gegen Gladbachs Innenverteidiger Tyler Louis Meiser (Gelb-Rot, 81. Minute) agierten die Gastgeber nur noch zu zehnt. Trotz optischer Überlegenheit gelang es den Wuppertalern jedoch nicht, zwingende Torchancen zu erarbeiten. Der Ausgleich blieb aus, sodass am Ende eine knappe, aber verdiente Niederlage stand.

Trainer Sebastian Tyrala zeigte sich nach dem Spiel selbstkritisch. Seine Mannschaft habe sich durch individuelle Fehler um den möglichen Punktgewinn gebracht. Wiederkehrende Verletzungen innerhalb des Teams, insbesondere bei Jeff Fehr und Kadi Atmaca, bezeichnete er als problematisch und kündigte an, die Ursachen dafür analysieren zu lassen.

Blick auf den Niederrhein-Pokal

Trotz der Enttäuschung in der Liga stehen die Chancen des WSV im Niederrhein-Pokal gut. In den kommenden Runden treffen die Wuppertaler ausschließlich auf Oberligisten. Zunächst wartet der FC Büderich, im Halbfinale würde der Sieger der Partie SC St. Tönis gegen VfB Hilden warten. Auf dem Papier sind dies lösbare Aufgaben, sodass die Aussicht auf eine Finalteilnahme intakt bleibt. Favorit auf den Pokalsieg ist Drittligist MSV Duisburg, doch der WSV hofft, in diesem Wettbewerb weiterhin eine entscheidende Rolle spielen zu können.



Spieldaten

Borussia Mönchengladbach U23 – Wuppertaler SV 2:1 (0:1)

Tore: 0:1 Aydogan (23., Foulelfmeter), 1:1 Fleck (47.), 2:1 Adozi (78.)
Zuschauer: 515
Schiedsrichter: Cedric Gottschalk

Aufstellung Borussia Mönchengladbach U23:
Tiago Pereira Cardoso – Michaelis (85. Korb), Fleck (71. Büyükarslan), Schweers (K), Ranos (90. Uwakhonye), Stange, Herrmann (71. Adozi), Sauck (85. Cirpan), Swider, Meiser, Vidic.
Trainer: Sascha Eickel

Aufstellung Wuppertaler SV:
Luyambula (K) – Miyamoto, Rebronja (82. Kleiner), Dervisevic, Duncan, Aydogan, Kamo (62. Schaub), Hartmann, Fehr (35. Bouzraa), Müller, Arambasic (62. Arabaci).
Trainer: Sebastian Tyrala

Verwarnungen: Vidic (36.), Herrmann (58.), Meiser (65.) – Arambasic (31.)
Gelb-Rote Karte: Meiser (81.)

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