Wuppertal. Die Sperrung des Bolzplatzes an der Langen Brücke im Bereich Stationsgarten sorgt in Vohwinkel seit Monaten für Unmut. Die beliebte Spielfläche mit Kunstrasen ist wegen erheblicher Schäden geschlossen, eine Wiedereröffnung ist derzeit nicht absehbar. Besonders für Kinder und Jugendliche im westlichen Teil des Stadtteils bedeutet dies den Wegfall eines zentralen Treffpunkts.
Nach Angaben der Stadtverwaltung ist der Kunstrasen so stark beschädigt, dass die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Eine vollständige Sanierung des Platzes wäre zwar fachlich geboten, ist jedoch mit hohen Kosten verbunden, für die aktuell keine Haushaltsmittel bereitstehen. Als Übergangslösung wird daher eine Reparatur des bestehenden Kunstrasens geprüft, deren Kosten auf rund 10.000 Euro geschätzt werden.
Unklar ist allerdings, ob diese Maßnahme umgesetzt werden kann. Hintergrund ist der geplante Neubau der Schwebebahnwagenhalle, für den möglicherweise Flächen im Umfeld des Bolzplatzes als Materiallager benötigt werden. Solange nicht feststeht, in welchem Umfang das Areal beansprucht wird, hat die Kämmerei noch keine Zusage für die Finanzierung der Reparatur erteilt. Erst danach könnte ein konkreter Zeitplan erstellt werden.
In der Bezirksvertretung Vohwinkel wächst der Druck auf die Verwaltung, schneller zu handeln. Der Bolzplatz am Stationsgarten gilt als wichtiger Bestandteil der sozialen Infrastruktur im Quartier. Die Politik fordert deshalb, die Schäden zeitnah zu beheben und den Platz möglichst bald wieder freizugeben. Gleichzeitig wird verlangt, für eine mögliche Nutzung als Baulager während der Arbeiten an der Schwebebahnwerkstatt alternative Standorte zu prüfen, um eine langfristige Schließung zu vermeiden.
Besondere Sorge bereitet den Bezirksvertretern die Gesamtsituation im Stadtteil, da mit dem Bolzplatz an der Grotenbecker Straße bereits eine weitere stark frequentierte Spielfläche gesperrt ist. Damit drohen Kindern und Jugendlichen gleich zwei zentrale Orte für Bewegung und Begegnung wegzufallen. Die Bezirksvertretung signalisiert Bereitschaft, sich im Rahmen der Haushaltsberatungen auch finanziell an einer Lösung zu beteiligen.
Unabhängig von der parteipolitischen Zugehörigkeit wird betont, dass der notwendige Neubau der Schwebebahnwagenhalle nicht zulasten junger Menschen gehen dürfe. Der Erhalt wohnortnaher Freizeitangebote werde als ebenso wichtig erachtet wie die Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur.
Um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen, hat die Bezirksvertretung alle beteiligten Akteure zu ihrer nächsten Sitzung eingeladen. Ziel ist es, konkrete und tragfähige Vorschläge zu erarbeiten, die eine schnelle Perspektive für den Bolzplatz am Stationsgarten eröffnen.
Wuppertaler Politik drängt auf schnelle Instandsetzung des Bolzplatzes am Stationsgarten
wnwtal/CCA