Wuppertal/Solingen – Im Prozess um das tödliche Feuer in einem Mehrfamilienhaus in Solingen hat das Landgericht Wuppertal ein Urteil gesprochen: Der 40-jährige Angeklagte wurde wegen vierfachen Mordes sowie versuchten Mordes in 20 weiteren Fällen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Darüber hinaus ordnete das Gericht die anschließende Sicherungsverwahrung an und stellte die besondere Schwere der Schuld fest.
Die Entscheidung der Strafkammer folgte der Überzeugung, dass der Angeklagte in vollem Bewusstsein handelte, als er im vergangenen Jahr einen Brand legte, der vier Menschen das Leben kostete. Bei den Todesopfern handelt es sich um Hausbewohner, die dem Feuer nicht entkommen konnten. Weitere 20 Personen konnten sich retten, erlitten jedoch teils schwere körperliche und psychische Verletzungen.
Das Gericht wertete die Tat als besonders grausam und zeigte sich überzeugt, dass der Mann in Tötungsabsicht handelte. Die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld bedeutet, dass eine Entlassung aus der lebenslangen Haft nach 15 Jahren in der Regel ausgeschlossen bleibt. Mit der Anordnung der Sicherungsverwahrung soll zudem sichergestellt werden, dass der Verurteilte auch über die Haftzeit hinaus nicht erneut eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt.
Der Angeklagte hatte die Tat bereits im Verlauf des Prozesses gestanden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Wuppertaler Landgericht verhängt Höchststrafe nach vierfachem Brandmord in Solingen
Dimitri Kamaras/CCA