Wuppertal,
Im Jugendzentrum Wi4u der Diakonie in Wichlinghausen hat sich aus einem unerwarteten Anlass ein dauerhaftes Musikprojekt entwickelt, das Jugendlichen neue Ausdrucksmöglichkeiten und Perspektiven eröffnet.
Im offenen Treff des Zentrums, der sonst Angebote wie Sport, Kochen und gemeinsames Spielen bereithält, prägen inzwischen Schlagzeug, E-Piano und Rap-Workshops den Alltag. Jugendliche im Alter von etwa 13 bis 16 Jahren erproben Instrumente, schreiben Texte und arbeiten gemeinsam an eigenen Stücken.
Auslöser des Projekts war ein gebrauchtes, schwarzes Klavier, das Anwohner dem Zentrum übergaben. Zwar ließ sich das Instrument nicht mehr stimmen, dennoch setzte es bei vielen Besuchern den Impuls, sich intensiver mit Musik zu beschäftigen. Auf Basis von Fördermitteln ergänzte das Jugendzentrum das Angebot: ein E-Piano, ein Schlagzeug und verschiedene Trommeln stehen nun für Proben zur Verfügung.
Die musikalische Anleitung erfolgt ehrenamtlich. Ein Student der Popakademie in Witten, der im vergangenen Jahr aus Ghana nach Deutschland kam, arbeitet wöchentlich mit den Jugendlichen, vermittelt Schlagzeugtechniken, Rhythmusgefühl und die Grundlagen gemeinsamer Probenarbeit. Die Begegnung mit einem beständigen Mentor und das gemeinsame Üben stärken Motivation und Selbstvertrauen der Teilnehmer.
Der Leiter des Jugendzentrums hat den Jugendlichen in Aussicht gestellt, bereits fertiggestellte Stücke professionell aufnehmen zu lassen: Werden bis Jahresende zwei eigene Produktionen abgeschlossen, soll ein Tonstudioaufenthalt ermöglicht werden. Damit soll erlebbar werden, welche Ergebnisse durch Kontinuität und Engagement erreicht werden können.
Zu dem Projekt berichtete der WDR in der Sendung „Lokalzeit Bergisches Land“ am 4. September 2025 (19:30 Uhr).
Wie ein altes Klavier in Wuppertal Jugendliche für Musik begeistert
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