Immer häufiger nutzen Kriminelle Messenger-Dienste wie WhatsApp und Telegram, um Menschen mit vermeintlich lukrativen Jobangeboten zu ködern. Versprochen werden flexible Arbeitszeiten, Heimarbeit und hohe Verdienstmöglichkeiten. Doch statt eines tatsächlichen Einkommens drohen finanzielle Verluste.
Betroffene erhalten unaufgefordert Nachrichten mit angeblichen Stellenangeboten, häufig über SMS oder soziale Netzwerke. Wer darauf reagiert, wird in Gruppen eingeladen, in denen andere Mitglieder vermeintlich hohe Einnahmen aus ähnlichen Tätigkeiten präsentieren. Die angebotenen Aufgaben scheinen simpel, etwa das Bewerten von Hotels, das Vergeben von Likes oder das Testen von Produkten.
Um Arbeitsaufträge zu erhalten, müssen sich Interessierte auf dubiosen Plattformen registrieren. Dort wird ihnen suggeriert, dass bereits erste Einkünfte – meist in Kryptowährungen – für sie bereitstehen. Doch bevor eine Auszahlung erfolgen kann, werden zunächst Einzahlungen gefordert, angeblich um Mindestbeträge zu erreichen oder höhere Statusstufen im System freizuschalten. Das eingezahlte Geld geht jedoch verloren, während die Opfer leer ausgehen.
Besonders gefährdet sind Menschen in finanziell angespannten Situationen, darunter Arbeitssuchende, Alleinerziehende oder Personen mit Migrationshintergrund. Sprachliche Barrieren und Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt erhöhen das Risiko, auf unseriöse Angebote hereinzufallen.
Die Betrüger geben sich häufig als renommierte Marketingfirmen oder internationale Zeitarbeitsagenturen aus. Um sich zu schützen, sollten Verbraucherinnen und Verbraucher folgende Maßnahmen beachten:
Verdächtige Jobangebote ignorieren und löschen sowie verdächtige Telefonnummern oder E-Mail-Adressen blockieren.
Keine persönlichen oder finanziellen Daten weitergeben.
Keine Zahlungen an unbekannte Auftraggeber leisten.
Die Seriosität eines Unternehmens vor einer Bewerbung gründlich überprüfen.
Verdächtige Nachrichten bei der jeweiligen Plattform melden und bei Watchlist Internet registrieren.
Wer Opfer dieser Betrugsmasche geworden ist, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten. Unterstützung und Beratung bietet zudem das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland.
Warnung vor betrügerischen Jobangeboten
Carissa Rogers/CCA