Nachhaltigkeit ist für Unternehmen längst mehr als ein Trend – sie ist wesentlicher Bestandteil unternehmerischer Verantwortung und Schlüssel zu zukunftsfähigem Wirtschaften. Im Bergischen Städtedreieck haben bereits 167 Unternehmen am Projekt „Ökoprofit“ teilgenommen und dabei gezeigt, wie die Verbindung von Ökonomie und Ökologie gelingt.
Während der einjährigen Projektlaufzeit erarbeiten externe Fachleute gemeinsam mit Beschäftigten Maßnahmen, mit deren Hilfe weniger Ressourcen im Alltag verbrauchen werden. Mit sinkendem Strom-, Wasser- und Ressourcenverbrauch sinken in der Regel auch die Betriebskosten. Am 11. Februar wurde nun der Abschluss einer weiteren Projektrunde mit neun Unternehmen gefeiert. In feierlichem Rahmen stellten die Unternehmen ihre Erfolgsbilanz vor. Sie konnten nicht nur ihre Ressourceneffizienz verbessern, sondern haben auch langfristige Veränderungen in ihrer Unternehmenskultur angestoßen.
Neun Unternehmen aus Wuppertal, Solingen und Remscheid haben in den vergangenen Monaten intensiv daran gearbeitet, ihre Gebäude, Maschinen und Prozesse effizienter zu gestalten. Unter der fachkundigen Leitung der B.A.U.M. Consult wurden zahlreiche Maßnahmen erarbeitet – von kleinen Verhaltensänderungen bis zu umfangreichen Investitionen.
Dr. Stefan Große-Allermann, der das Projekt seit seiner Einführung im Bergischen Städtedreieck begleitet, bilanziert: „Auffallend in der jetzt abgeschlossenen 13. Ökoprofit-Runde ist, dass die Unternehmen verstärkt das Thema Nachhaltigkeit auch losgelöst von direktem ökonomischem Nutzen angehen. Anders als noch zu Beginn von Ökoprofit vor beinahe 25 Jahren, als der eingesparte Euro das wichtigste Ergebnis der Projektteilnahme war, sind heute zunehmend weiche Faktoren wie Mitarbeitermotivation, Unterstützung bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung oder der Erstellung des Carbon Footprints wertvolle Ergebnisse der Projektteilnahme.“
Auch die Wuppertaler Teilnehmer können erste Erfolge vorweisen, darunter FAHNEN HEROLD Wilhelm Frauenhoff GmbH, spezialisiert auf die Herstellung von Fahnen und textilen Werbemitteln, die gemeinnützige GESA gGmbH, die nachhaltige Konzepte zur Arbeitsmarktintegration umsetzt und das Troxler-Haus Wuppertal, der Verein bietet Wohn- und Arbeitskonzepte für Menschen mit Unterstützungsbedarf an.
Die bisherigen Einsparungen in der 13. Ökoprofit Runde sind beachtlich: Gemeinsam reduzieren die teilnehmenden Unternehmen ihren jährlichen Energieverbrauch um mehr als 672.000 kWh, der CO₂-Ausstoß sinkt um 2700 Tonnen pro Jahr. Das Besondere bei Ökoprofit: Die Investitionen rentieren sich relativ schnell. Bislang haben die neun Betriebe zusammen rund 575.000 Euro für ihre Maßnahmen ausgegeben, davon amortisiert sich der Großteil bereits innerhalb von ein bis drei Jahren.