Polizeistandort Lichtscheid: Sanierungsbedarf trifft auf ungelöste Zukunftsfrage

Daniel H/CCA



Trotz der maroden Bausubstanz bleibt der Standort der Bereitschaftspolizei in Wuppertal-Lichtscheid weiterhin in Betrieb. Die baulichen Mängel an den bestehenden Einrichtungen sind seit Jahren bekannt: Feuchtigkeitsschäden, Schimmelbefall und der Nachweis von Legionellen in der Wasserversorgung unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf. Dennoch steht eine grundlegende Sanierung oder ein Neubau bislang aus.

Während im Stadtteil Elberfeld eine moderne neue Polizeiwache geplant ist, gestaltet sich die Zukunft des Standortes Lichtscheid deutlich schwieriger. Zwischen dem nordrhein-westfälischen Innenministerium und dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (BLB) gibt es derzeit keine Einigung über die weitere Vorgehensweise. Der finanzielle Aufwand für eine umfassende Sanierung oder einen teilweisen Neubau wird als erheblich eingeschätzt.

Ein vollständiger Rückzug vom Gelände ist laut Angaben der Polizei jedoch keine Option. Ausschlaggebend dafür ist unter anderem der Bau eines hochmodernen Trainingszentrums, das derzeit auf dem Areal entsteht. Dieser zukunftsweisende Ausbau unterstreicht die strategische Bedeutung des Standorts – trotz der weiterhin bestehenden baulichen Defizite.

Die Debatte über die bauliche Erneuerung und strukturelle Ausrichtung des Standorts Lichtscheid bleibt somit ein offener Konfliktpunkt zwischen den zuständigen Institutionen. Eine Entscheidung über die weitere Nutzung und Entwicklung wird in naher Zukunft erwartet.

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