Erneute Warnstreiks in Wuppertal – Einschränkungen im Nahverkehr und städtischen Dienstleistungen



Wuppertal – In Wuppertal kommt es erneut zu Warnstreiks, die verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens erheblich beeinträchtigen. Die Gewerkschaften haben Beschäftigte in mehreren Branchen zum Arbeitsausstand aufgerufen.

Einschränkungen bei Abfallentsorgung und Straßenreinigung

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) setzt ihre Streiks fort: Von Montag bis einschließlich Mittwoch, 12. März, bleiben die vier Recyclinghöfe sowie die Thermische Abfallbehandlungsanlage (TAB) geschlossen. Am Dienstag und Mittwoch entfallen zudem die regulären Leerungen der Müll- und Sperrmülltonnen. Die ausgefallenen Abholtermine werden nicht nachgeholt, sodass die Behälter erst wieder zum nächsten regulären Termin geleert werden.

Auch die Mitarbeitenden des Eigenbetriebs Straßenreinigung Wuppertal (ESW) beteiligen sich an den Streiks. In diesem Zeitraum werden weder Papierkörbe geleert noch Straßen, Gehwege oder öffentliche Plätze gereinigt.

Eingeschränkte Erreichbarkeit städtischer Einrichtungen

Der Warnstreik betrifft auch die Stadtverwaltung sowie zahlreiche öffentliche Einrichtungen. Am Mittwoch stehen verschiedene städtische Dienstleistungen nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung. Dies betrifft unter anderem Kindertagesstätten, Alten- und Pflegeheime, die Wuppertaler Bühnen sowie das Jobcenter.

Die städtischen Schwimmbäder bleiben zunächst am Mittwoch geschlossen. Nach aktuellen Informationen könnte sich die Schließung jedoch bis einschließlich Freitag verlängern.

Beeinträchtigungen im Finanzsektor

Auch die Sparkasse Wuppertal ist vom Arbeitsausstand betroffen. Einige Filialen und Service-Standorte könnten am Mittwoch nur eingeschränkt arbeiten. Informationen zu betroffenen Standorten stellt die Sparkasse ab Mittwoch auf ihrer Website bereit.

Stillstand im öffentlichen Nahverkehr

Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Bereits am Dienstag waren die Beschäftigten des Betriebsbahnhofs Nächstebreck zu einem Streik aufgerufen, der vor allem den Wuppertaler Osten betraf.

Am Mittwoch bleiben sämtliche Busse und die Schwebebahn in Wuppertal im Depot. Auch alternative Mobilitätsangebote wie die „Hol mich!“-App, das Anruf-Sammel-Taxi und der TaxiBus stehen an diesem Tag nicht zur Verfügung. Die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) raten den Fahrgästen daher, rechtzeitig auf alternative Verkehrsmittel wie Regional- und S-Bahnen umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.

Die Schwebebahn wird zudem auch am Donnerstag nicht verkehren, da die Gewerkschaft Verdi erneut zu Streiks aufgerufen hat. Die regulären Buslinien sollen jedoch planmäßig fahren.

Am Dienstag fielen bereits zahlreiche Buslinien aus, darunter die Linien CE61, 602, 604, 606, 610, 614, 616, 617, 618, 624, 627, 632, 637, 638, 640, 644 und 646. Teilweise betroffen waren zudem die Linien 332, 608 und 669. Zusätzlich entfielen mehrere Schüler-Einsatzwagen.

Fazit

Die anhaltenden Warnstreiks in Wuppertal sorgen für erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Leben. Besonders betroffen sind der Nahverkehr, die Abfallentsorgung und verschiedene städtische Dienstleistungen. Bürgerinnen und Bürger sollten sich auf Ausfälle einstellen und alternative Lösungen für ihre Mobilität sowie ihre Behördengänge in Betracht ziehen.

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