Dietrich Bonhoeffer Ausstellung zum 80. Todestag des Theologen

Die Kirchliche Hochschule auf der Hardt (Foto: KiHo Wuppertal)

Er gehörte der Bekennenden Kirche an, beteiligte sich an Umsturzplänen gegen Hitler und wurde dafür 1945 von den Nationalsozialisten gehängt. Zu seinem 80. Todestag am 9. April laden die Hochschul- und Landeskirchenbibliothek Wuppertal, die Kirchlichen Hochschule und das Ausstellungsprojekt „Gelebte Reformation“ des evangelischen Kirchenkreises zu einer Ausstellung über Dietrich Bonhoeffer ein. Die Schau ist bis 20. September zu sehen.
Wie kaum ein anderer steht der 1906 geborene Theologe für geradlinige Protestanten, die es wagen, ihren Glauben mutig zu bekennen – auch gegen die Mächtigen ihrer Zeit. Für Bonhoeffer war schnell klar, dass christlicher Glaube nicht mit Nazi-Ideologie zusammenpasste. Dies führte ihn in den Widerstand, mit nur 39 Jahren wurde er kurz vor Kriegsende gehängt.
Im Foyer der Bibliothek wird sein Leben und Werk anhand von Plakaten präsentiert, die der Evangelische Presseverband Bayern entworfen hat. Die Ausstellung enthält zahlreiche Zitate, Fotografien und Texte. Neben den 17 Plakaten bietet sie auch multimedialen Zugang: Über QR-Codes können die Gäste im Internet weitere Informationen abrufen.

Über Bonhoeffer, einem der wichtigsten Vertreter christlichen Widerstands im Nationalsozialismus, wurde viel geforscht und veröffentlicht. Ob er jemals persönlich in Wuppertal war, ist nicht belegt, Bonhoeffer sei aber dennoch mit der Stadt verbunden, sagt Bibiliothekarin Elke Claussen. Er war einer der prominentesten Vertreter der Bekennenden Kirche, die 1934 mit der Barmer Theologischen Erklärung ihren Protest gegen die Gleichschaltungspolitik der Nationalsozialisten zum Ausdruck brachte.
Bei der Wiedereröffnung der KiHo Wuppertal sollte Bonhoeffer eine tragende Rolle spielen: „Schon im Juni 1945 vereinbarte das Kuratorium der Hochschule, Bonhoeffer als Dozenten zu gewinnen – noch nicht wissend, dass der Theologe wenige Wochen zuvor im Konzentrationslager Flossenbürg wegen seiner Beteiligung an Umsturzplänen gegen Hitler gehängt worden war“, so Claussen. Seit 2005 stehe das „wahrscheinlich weltweit größte Denkmal Bonhoeffers“ in Wuppertal, betont sie. Die Steele wurde unlängst auf den Vorplatz des Ausweichgeländes für das Johannes-Rau-Gymnasium platziert.

Ausstellung „Dietrich Bonhoeffer. Sein Leben. Sein Werk. Und seine Beziehung zu Wuppertal“

Hochschul- und Landeskirchenbibliothek Wuppertal, Missionsstraße 11
Eröffnung: Mittwoch, 9. April, 11:00 Uhr
Öffnungszeiten: Montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9:30 bis 17:00 Uhr, donnerstags von 9:30 bis 19:30 Uhr und an Samstagen von 10:00 bis 13:00 Uhr.

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